Fanclub verschönerte Madrid mit Clas Ohlsons Farben

Im Frühjahr 2000 gründeten einige eingeschworene Clas- Ohlson-Fans aus Norrköping die Initiative Clas Ohlson Fan Club. Im Sommer riefen die Herren im besten Alter, wie sie sich selbst nannten, eine Website ins Leben und regten Gleichgesinnte an, sich dem Club anzuschließen.

„Zuerst waren wir nur zu dritt, aber nach einem guten halben Jahr wurde ich von Radio Dalarna interviewt, und von da an ging es steil bergauf. Helen aus Piteå beispielsweise engagierte sich stark und steckte jede Menge Arbeit in die Website. In Norrköping waren wir schließlich etwa 15 Leute, die sich öfter trafen und über den Club sprachen – womöglich war es albern, aber wir nahmen das Spielerische recht ernst“, erklärt Per-Inge Kjell, einer der Clubgründer.

Auf der Website konnte man Preise gewinnen, die von Clas-Ohlson-Lieferanten gespendet wurden, Newsletter abonnieren und seine Meinung kundtun. Die Seite hatte schlagartig großen Zulauf und wurde immer umfassender, so gab es beispielsweise auch die Rubrik „Clara Ohlson“, die sich vor allem an Frauen richtete. Damit wollte man den Gerüchten entgegenwirken, dass Clas Ohlson ein reiner „Kindergarten für Männer“ wäre.

Wie weiß man, ob jemand ein COF ist? Ich würde sagen: Ein erster Hinweis ist, wenn jemand den Wunsch hat, für die verschiedensten Alltagsprobleme immer eine Lösung zu finden.

In der Blütezeit von clasohlsonfan.nu hatte der Club über 10 000 Mitglieder, die sich alle als COF – Clas-Ohlson-Fan – bezeichneten. Zum Insjön-Tag wurden mehrere Clubmitglieder eingeladen.

„Wir hatten das Gefühl, dass viele Menschen in Insjön und im Unternehmen den Fanclub schätzten, und so wurden wir an diesem überaus fröhlichen Insjön-Tag sogar auf die Bühne gebeten. Mehrere Lieferanten unterstützten den Club, und wir hatten immer jede Menge Spaß. Es ist lange her, doch ich erinnere mich unter anderem an einen Wettkampf, bei dem jemand eine Mirò-Statue in Madrid mit einer Clas-Ohlson-Mütze verschönerte, und wir im Forum mussten raten, welche Statue es war.“

Als die Besucheranzahl der Fanseite am stärksten nach oben schnellte, meldete sich ein Mitglied namens Staffan mit folgendem Beitrag: Wie weiß man, ob jemand ein COF ist? Ich würde sagen: Ein erster Hinweis ist, wenn jemand den Wunsch hat, für die verschiedensten Alltagsprobleme immer eine Lösung zu finden. Wie macht das ein COF? Nun, er vertieft sich zunächst in den Katalog und sucht nach Ersatzteilen. Wenn er nicht fündig wird, geht er auf die Suche nach Geräten oder Werkzeugen, mit denen er selbst die entsprechenden Teile konstruieren kann. Er benennt alle Dinge mit ihrem richtigen Namen, den er durch die Infotexte im Katalog verinnerlicht hat. Ein COF ist immer hilfsbereit, und wenn er seine Clas-Ohlson-Filiale besucht, steht er Neulingen im Laden mit Rat und Tat zur Seite; bei Bedarf trägt er auch die Taschen anderer Kunden. Da er voll engagiert ist, spricht er niemals schlecht über Clas Ohlson, weder über den Katalog noch über die Geschäftsphilosophie.“

 

Zwar wurde die Website im Jahr 2006 aufgelöst, doch die Erinnerung an den eigenen Fanclub bestärkt die Firma in ihrem Handeln – weiß man dadurch doch, wie sehr die Kunden das Unternehmen aus Insjön schätzten und schätzen.